Herbstlehrgang 2012

Herbstlehrgang 2012 Laucha

2012_Ausschreibung_Laucha

 

Vom 29.09. bis zum 07.10. 2012 findet der diesjährige Herbstlehrgang des KFAO in Zusammenarbeit mit dem Haus der Luftsportjugend in Laucha statt. Wie auch in den letzten Jahren besteht die Möglichkeit des Lizenzerwerbs sowie der Weiterbildung oder des Sicherheitstrainings. Dazu stehen 2 ASK für die Grundschulung und erste Programme nach der Lizenz sowie ein MDM Fox und ein SZD-59 für die Weiterbildung bereit.

 

Wir haben dieses Jahr bereits jetzt Zusagen von mehreren erfahrenen Kunstfluglehrern, die in der Unlimited Klasse auf Wettbewerben mitfliegen. Damit werden unseren Weiterbildern kompetente Trainer mit Tips und Kommentar beim Training oder für Leistungabzeichen zur Verfügung stehen.

 

24.10.2012: Ein paar Filme zum Lehrgang befinden sich in der Filmesammlung.

 

29.09.2012 - Es geht los!!!

 

1100: Die ersten Teilnehmer treffen ein, man trifft sich zum Fachsimpeln am Tisch vor der Tür. Die Wetteraussichten für die nächsten Tage sind positiv, das läßt hoffen.

 

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Einige Teilnehmer haben auch kleine Kameras und entsprechende Halterungen für die Flugzeuge mitgenommen, so daß wir hoffentlich auch noch ein paar Filme mitschneiden können.

 

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1300: Da das Wetter so gut mitspielt, wird das für nach dem Mitagessen anberaumte Briefing kurz gehalten und die Theorie verschoben. Leider ist der Platz in Laucha wegen eines Drachenfestes gesperrt, so daß wir hier nicht fliegen können. Macht aber nix, die Leute vom HDL haben in Bad Bibra einen UL-Platz als Ausweichmöglichkeit aquiriert, den wir nutzen können. Also wird alles dort hin verlagert.

 

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Dort angekommen geht es los und die Schüler sammeln erste Rückenflugerfahrungen - schon spannend...

 

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30.09. - Wir fliegen weiter in Bad Bibra

 

Nachdem es am Vortag mit den UL Fliegern schon wunderbar klappte, läuft auch heute der Flugbetrieb wie am Schnürchen. Es wird Rückengeflogen, der eine oder andere Schüler probiert sich bereits an Auf- und Abschwüngen, während die Weiterbilder für edelmetallene Abzeichen trainieren.

 

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"Seil straff"

 

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Und los gehts!

 

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Da hat einer Spaß - und ein anderer schaut neidisch zu ;-)

 

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Früh und abends wurden die Flugzeuge jeweils per Überlandschlepp nach Bad Bibra und wieder zurück transportiert. Das war ob der malerischen Kulisse natürlich begehrt.

 

01.10. Wir fliegen in Laucha

 

Erste Handlung: Fox zusammenstecken. Leider wehrte er sich etwas bei den kalten Temperaturen, aber mit etwas gutem Zureden gings.

 

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Und da ist das Prachtstück:

 

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Währenddessen bereitet auch der Schlepper sein Arbeitstier für den Tag vor, es geht doch nichts über ein sauberes Flugzeug.

 

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Während des Tages trainierten die Schüler nun inzwischen fast durchgängig Turns, Rollen, Auf- und Abschwünge. Mancher konnte sich bereits dem Programm zuwenden. Bei den Weiterbildern standen auch die Programme der bronzenen und silbernen Abzeichen an, die ebenfalls inbrünstig geübt wurden. Für unsere Lehrer ist das natürlich Schwerstarbeit, pro Tag um die 5-8 Flüge konzentriert zu absolvieren. Auch der Fox fand jetzt mit Trudeleinweisungen und manchem kopfschmerzbehaftetem Unlimitedprogramm seinen Einsatz.


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Besonders schön am Herbstlehrgang sind immer die Abendflüge, bei denen man vor der tiefstehenden Sonne die letzten Turnübungen durchführt. Das Licht taucht die Welt in eine ganz besondere Stimmung. Dann noch ein Kunstflug und der Tag ist perfekt ;-)

 

Der Schlepper kommt

 

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Und die ASK kurz bevor es losgeht

 

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Abends klang der Tag bei einem gemütlichen Bier und Pläneschmieden für morgen aus. Das Programm (Bronze) solls morgen werden...

 

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02.10. Erstes Edelmetall

 

Da die Wetteraussichten für den zweiten Teil der Woche nicht sonderlich euphorisch stimmen, geht es besonders zeitig los. Frühstück um 0700, um 0800 an der Halle und kurz nach 0900 geht der erste Start raus. Der Jahreszeit gemäß sind die Temperaturen noch frisch, aber der Himmel läßt hoffen, daß die Sonne daran noch etwas ändert.

 

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Scheint Spaß zu machen...

 

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Und ist doch zu schnell vorbei.

 

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Dabei sorgte der frische Wind auf der Vorderseite des im Westen dräuenden Troges zusammen mit der recht warmen Luft für ein Himmelsspektakel der besonderen Art: Leewellen. Lenticulariswolken so weit das Auge reicht bedeckten den Himmel und boten eine Kulisse der besonderen Art.

 

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Nach Nordwesten stand am Nachmitag ein Lenti, der gefühlt sicher bis Hamburg reichte. Vielleicht geht der ja ;-)

 

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Parallel dazu übten die Weiterbilder am Boden ihre Programme. Diese "Regentänze", von den Anfängern oder unkundigen zunächst amüsiert bestaunt, helfen ungemein bei der Koordination in der Luft. Man glaubt es nicht, beim Turnen hat man erstaunlich wenig Zeit zum Nachdenken, deswegen sollte man das vorher getan haben.

 

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Schließlich verhalf dies zwei Anwärtern zu ihren ersten Abzeichen. Stecki und Jens-Arne führten ihre Silberprogramme fehlerfrei vor und konnten sich so ihr Abzeichen erfliegen.

 

Am Abend wurden dann die tagsüber aufgezeichneten Filme angesehen. So blieb kein Richtungsfehler unentdeckt und auch so manches "Türnchen" - also der zum Männchen kreativ erweiterte Turn - konnte gemeinam bestaunt und ausgewertet werden.

 

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03.10. Mehr Edelmetall

 

Es geht wieder zeitig raus, den Tag zu nutzen. Auch am Mittwoch blieben uns gutes Wetter und vor allem der Wind treu. Das bescherte zum Einen wieder die traumhaften Lentis, wie man sie kaum in Mitteldeutschland sieht. Zum Anderen sorgte das aber für interessante Boxeinteilungen. Bei manchem war das Abwackeln gefühlt irgendwo an der polnischen Grenze.

 

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Auch ein paar andere Teilnehmer auf dem Flugplatz blieben nicht verborgen - vor Allem durch ihre Bauwerke. Hier hat sich eine ganze Mäusefamilie häuslich eingerichtet. Manchmal wollten sie den einen oder anderen Segelkunstflieger gar beiseite drücken, wenn man direkt auf einem der Löcher saß.

 

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Bei den Schülern flog inzwischen der größte Teil alleine und trainierte fleißig das Programm - stets von einem Fluglehrer am Boden beobachtet, der seine Urteile per Diktiergerät festhielt. Auch heute wurden zwei Abzeichen erfolgen, David und Uwe haben sich ihr Bronze redlich verdient.

 

Das wurde abends bei einem zünftigen Feuer natürlich gebührend gefeiert.

 

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04.10. - Pause im Blubberwasser

 

Leider bewahrheitet sich die Wettervorhersage. Früh ist Sturm und das Regenradar zeigt nahezu ganz Deutschland unter einer riesigen Regenwolke verborgen. Also wird der Flugbetrieb für diesen Tag gestrichen und ein Tag Pause eingelegt. Ein Briefing für 1400 wird aber noch veranschlagt, vielleicht ist ja am Abend noch ein Zeitfenster.

 

Die Überlegung zum Alternativplan gestaltet sich recht einstimmig: Nach den guten Erfahrungen im letzten Jahr geht es mit fast allen Teilnehmern in die Therme nach Naumburg, um dann bei tropischer Hitze und Blubberwasser im Whirlpool dem Wetter draußen zuzusehen. Das für 1400 angesetzte Briefing wurden dann auch kurzerhand in den Whirlpool verlegt und endete recht eindeutig. Tiefe Wolken, Sturm und beginnender Niederschlag ließen kaum eine Hoffnung für Flugbetrieb am heutigen Tag. Also noch etwas länger im Wasser liegen.

 

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Wieder zurück am Platz begaben wir uns auf historische Spurensuche. Das Gebäude der Reichssegelflugschule, einst in den 30ern zu diesem Zweck errichtet, bot die Gelegenheit, etwas in der Vergangenheit zu wühlen. Nachdem es in DDR-Zeiten ein Krankenhaus war, ist nach der Wende, bis auf einen zaghaften Versuch der Instandsetzung, nicht viel passiert. Eigentlich wäre das das perfekte Gelände für eine Einrichtung wie das HDL, aber naja - es klemmt eben wie üblich am Geld. An sich ist das Gebäude für die lange Zeit des Leerstandes noch in einem überraschend guten Zustand. Naja, vielleicht wird es noch was.

 

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Auch etwas Poesie gibt es zu bestaunen. Was uns der unbekannte Künstler wohl damit sagen will?

 

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Höhepunkt war dann ein kleines Picknick in der ehemaligen Küche. Bei Bockwurst vom Benzinkocher kam dann fast etwas Romantik auf ;-)

 

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Nachdem es nun immer noch regnete, war an Flugbetrieb nicht mehr zu denken. Also klang der Abend beim Skatspielen aus.

 

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05.10. ein paar Starts am Morgen

 

Es regnet nicht, aber der Wind ist immer noch da. Dazu meist hohe Wolken. Nach kurzem Zögern wird dennoch beschlossen, zu fliegen. Der Fox bleibt hier in der Halle, Ziel war es nur, die Schüler noch einmal in die Luft zu bekommen, was am Ende auch klappt. Kurz vor Mittag kommt dann doch noch der auf dem Radar zu erkennde Regen herein, so daß wir wieder einräumen.

 

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Am Nachmittag kommt dann auch der Prüfer von der Behörde vorbei, um den Grundschülern die Prüfung abzunehmen. Leider war zwar der Regen durch, aber nicht der Wind, so daß es beim Versuch blieb. Wenn es selbst dem Schlepper zu bockig ist, dann ist es wohl besser ;-)

 

06.10. noch ein Abzeichen

 

Wir fliegen noch eine Runde, auch der Fox wird noch ein paar mal bewegt. Ullrich kann sich auch noch sein ersehntes silbernes Abzeichen erfliegen. Am Abend werden bereits der Fox und eine der ASK-21 abgerüstet und versandfertig gemacht.

 

Spontan offenbar kommt am Abend noch eine Livemusikgruppe zu ihrem Treffen nach Laucha und macht Stimmung. Das lassen sich die Segelkunstflieger natürlich nicht entgehen...

 

07.10. der große Tag für die Schüler

 

Prüfung, die Schüler bereitet sich auf ihre großen Flüge vor...

 

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... und kommen am Ende alle zufrieden grinsend wieder herunter. Dem Prüfer haben die Vorführungen auch ausnahmslos gefallen, so daß er und der Lehrgangsleiter zum Bestehen gratulieren. Damit haben wir wieder vier Flieger mehr, die ihre Figuren nun eigenständig ins Firmament malen dürfen.


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Und der Schlepper danke auf seine Weise ;-)


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Danach blieb eigentlich nicht mehr viel zu tun. Ein paar Abschlußfotos noch machen z.B. von der versammelten Segelkunstfliegermeute (leider fehlen hier schon ein paar der Mannschaft...)


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Ein kleines Dankeschön haben wir auch noch Schlepper Kai samt Familie zukommen lassen als Anerkennung für seine Mühen während der ganzen Woche. Durch den Ausfall des Motorseglers in Laucha lag die Schleppverantwortung komplett bei ihm.

 

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Anschließend beginnt der große Aufbruch in die Heimat, schließlich müssen die meisten ja am Montag wieder früh raus.

 

Zusammenfassend hat es allen offenbar viel Spaß bereitet, wie aus einigen Gesprächen mit den Teilnehmern herauszuhören war. Man freut sich auf weitere Veranstaltungen im nächsten Jahr.

 

Danke an Stecki und Jens-Arne für die schönen Fotos :-)

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