Weiterbildung

Die Lizenz ist da - und nun?

Der Lehrgang ist vorbei, das Amt hat auch schon die Lizenz zugeschickt, das Konto ist leer - ja und nun?

Leider ist es auch beim Segelkunstflug ähnlich wie beim Erwerb der Segelfluglizenz, daß der eben noch heißblütige und wißbegierige Eleve anschließend mehr oder minder sich selbst überlassen bleibt, da man sich fortan nicht mehr im Fokus der Lehrer befindet. Leider ist das natürlich weniger erstrebenswert.

Weiterbildung ist hier also das Stichwort, denn daß man die Lizenz zum Turnen besitzt, heißt gerade einmal, daß es verantwortbar ist, selbstverantwortlich zu üben und vor allem, daß die Erfahrung Kunstflug erst losgeht. Sinnvoll ist es an dierser Stelle, sich selbst über die Ziele klarzuwerden, die man zu erreichen gedenkt. Den einen zieht es zu den Wettbewerben und den anspruchsvollen Programmen, der andere wird vielleicht seine Erfüllung in einer gemütlichen Runde mit der ASK finden. Danach richtet es sich ein wenig, wie man hier weiterverfährt.

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Ein guter Anhaltspunkt sind hier die Leistungsabzeichen des DAeC, die als Anreiz zur Weiterbildung dienen können. Nicht wenige haben so ihre Karriere begonnen. Das Bronze und Silber Programm sind so ausgelegt, daß man sie noch mit den Schuldoppelsitzern fliegen kann. Mancher talentierte Kunstflieger hat das Bronzeprogramm gleich noch an den Lehrgang angeschlossen. Silber ist bereits anspruchsvoller mit Rollenkreisen und längeren Rückensequenzen. Gold ist schließlich dann die Krönung, wenn man ein selbst zusammengestelltes Kürprogramm der Unlimitedklasse fehlerfrei absolviert hat. Goutiert wird das Ganze vom DAeC mit einer kleinen Anstecknadel und einer entsprechenden Urkunde.

Abzeichen

Bild: www.daec.de


Üblicherweise werden die ersten Programme nach der Lizenz auch auf entsprechenden Lehrgängen durchgeführt. Dort sind meist genug erfahrene Lehrer dabei, die seit Jahren Wettbewerbe in den hohen Klassen mitfliegen. An die kann man sich in diesem Fall problemlos wenden, sie werden entsprechende Programme zusammen mit dem Weiterbilder auswählen, vor dem Flug durchsprechen und anschließend kommentieren, so wie Franzi das auf dem folgenden Bild tut. Bei Bedarf werden neue Figuren auch erst einmal doppelsitzig auf dem Fox geflogen, damit sich der Weiterbilder in aller Ruhe darauf konzentrieren kann.

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Als Inspiration für Trainingsprogramme können Wettbewerbsprogramme der Vergangenheit herangezogen werden. Gerade bei den unbekannten Pflichten sind meist ein paar Knackpunkte dabei, deren Training sich lohnt. Eine Zusammenstellung für die Sportsman, Advanced und Unlimitedklasse findet sich auf dieser Seite unter Programme. Falls noch jemand interessante Programme hat, können die uns gern zugesandt werden, wir veröffentlichen das dann. Ansonsten können auch die Figurenportraits und die Programmbesprechungen unserer Kollegen aus BaWü uneingeschränkt empfohlen werden. Programme sind dort auch noch veröffentlicht.

Darüberhinaus stehen einem natürlich auch die Wettbewerbe offen - aus eigener Erfahrung - hier lernt man, zusammen mit den anderen Piloten, weit mehr, als meist auf den Lehrgängen. Kurz nach dem Scheinerwerb wären hier als Einsteigerwettbewerbe der Salzmann Cup, der Doppelsitzerwettbewerb in Blumberg oder der Lausitzpokal des Rothenburger Luftsportvereins genannt. Letzterer wird auch an der Winde ausgetragen, was den Startkosten sehr zuträglich sein sollte. Hier liegt der Fokus auf der Fliegbarkeit mit den bekannten Schulflugzeugen. Wer dann fit ist für neue Herausforderungen, der kann dann auch an Advanced-Wettbewerben teilnehmen, der Sprung hier hin ist gar nicht so weit, wie es manchmal scheint.
Am Ende bleibt nur zu sagen, scheut Euch nicht, fliegt viel und konzentriert und bleibt dran.

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